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Wie Santa Claus zum Rentier kam
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Die nordischen Geweihträger stehen seit dem Jahre 1822 im Dienst des Weihnachtsmanns

Aus den bauchigen Schornsteinen des kleinen Dorfes windet sich heller Rauch in die klare Nacht. Mächtige Tannen ruhen unter der Last einer weißen Schneedecke. Und unter funkelnden Sternen zieht der prächtige Schlitten des rauschebärtigen Weihnachtsmannes seine Bahn, gezogen von sechs stolzen Rentieren. Das sentimentale Stimmungsbild beruht, so glauben viele, auf uralten Traditionen. Tatsächlich stehen Rentiere aber erst seit 1822 im Dienste des Weihnachtsmannes.

„Erfunden“ hat die Schlittentiere Clement Clarke Moore, der im kleinen Städtchen Troy etwa 300 Kilometer nördlich New Yorks lebte und lateinische Verse ins Englische übersetzte. Die Erfahrungen des nicht sehr bedeutenden Poeten mit volkstümlichen Überlieferungen zum Christfest basierten auf Sitten und Gebräuchen von holländischen, deutschen und skandinavischen Einwanderern, die den Norden der damaligen USA kolonisierten.
Zunächst ging es dem dichtenden Professor gar nicht um den Weihnachtsmann. Vielmehr behandelte seine anonyme Veröffentlichung in „The Troy Sentinel“ von einem „Besuch des Nikolaus“. Sehr schnell aber gelangte sein Werk zu großer Popularität und wurde unter dem Titel „Die Nacht vor Weihnachten“ („The Night before Christmas“) vielfach abgedruckt.

Das Rentier als treuer Diener des Weihnachtsmannes entspringt als eine der vielfältigen Verbindungen von Heiden- und Christentum dem nordeuropäischen Kulturkreis. Fragt man die Menschen, was sie mit dem Begriff Rentier verbinden, verweisen die meisten auf Weihnachten. Seltener haben sie das hirschähnliche Tier im Zoo gesehen, und nur eine verschwindend geringe Minderheit kennt es aus eigener Anschauung in freier Wildbahn.

Noch zur Römerzeit sollen in Norddeutschland wilde Rentiere gelebt haben. In Polen und im schottischen Hochland gab es sie bis ins 16. Jahrhundert. Heute umfaßt ihr Lebensraum Skandinavien, die Küsten Grönlands sowie Taiga und Tundra Nordamerikas und Sibiriens. Dort, wo es bitter kalt wird und im Winter die Sonne wochenlang unter dem Horizont verschwindet, da fühlt sich das Ren zu Hause. Mit den Hirschen und Rehen haben die Rentiere gemeinsame Vorfahren. Während bei diesen Geweihträgern aber nur die Männchen einen stolzen Kopfschmuck tragen, besitzen auch die Weibchen der Rentiere gewaltige Stangen. Bereits im Spätherbst verlieren die männliche Rene ihr Geweih. Die Weibchen büßen ihres erst im Frühjahr ein, nach der Geburt der Kälber. Die Tiere vor dem Schlitten des Weihnachtsmannes sind also eindeutig weiblichen Geschlechts.
Vor einen Schlitten spannen lassen sich Rentiere allerdings gar nicht gern. Selbst die Lappen haben große Probleme, mit dem Tier vor ihrem Schlitten fertigzuwerden. In unserer Weihnachtsmann-Vorstellung werden die Rentiere trotzdem ihren Platz behalten. Gefahr droht den mythischen Geweihträgern von ganz anderer Seite. Wie bei einem Aufsatzwettbewerb in Norwegen ein Junge feststelle, gibt es kaum noch Häuser mit Schornsteinen. Und wo soll da bitteschön der Weihnachtsmann seine Geschenke abliefern!?


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