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Die Eisheiligen sind das vielleicht bekannteste Wetterphänomen; nach der Überlieferung scheinen sie in früheren Jahrhunderten stärker ausgeprägt gewesen zu sein. Heute werden sie meist von der Warmphase des Spätfrühlings kompensiert. Darüber hinaus waren einige regionale Abweichungen bemerkbar. In Teilen Norddeutschlands wurden die Tage vom 11. - 13. Mai (Mamertus, Pankartius und Servatius) als die Eisheiligen angesehen. In Thüringen und Süddeutschland hingegen die Tage vom 12. bis 14. Mai.

In Norddeutschland hat man traditionell nur vor den Heiligen Mamertus, Pankratius und Servatius (11. bis 13. Mai) Respekt.
In Süddeutschland, der Schweiz und Österreich fürchtet man sich vor Pankratius, Servatius und Bonifatius (12. bis 14. Mai) und zudem vor der heiligen Jungfrau Sophie, die den Beinamen „die Kalte“ nur erhielt, weil ihr Namensfest (15. Mai) dem der drei „gestrengen Herren“ folgt.
Thüringen wird alten Quellen zufolge nur von den drei Eismännern Pankratius, Servatius und Bonifatius heimgesucht.
Sicher vor „unzweifelhaft feststehenden Rückfällen der Kälte“ könne man erst „nach Urban“ (25. Mai) sein, sagen wieder andere Bauernregeln.

 

Pankratius,
Pankraz, Heiliger, römischer Märtyrer; nach der Legende als 14jähriger Knabe um 304 enthauptet; einer der 14 Nothelfer und der Eisheiligen. Fest: 12. 5.

Bonifatius,
eigentlich Wynfrith, Winfrid, angelsächsischer Benediktinermönch und Missionar, * um 675 in Wessex, † 5. 6. 754 bei Dokkum (Friesland); kam als Missionar auf das Festland, wo sein erster Bekehrungsversuch bei den Friesen 716 scheiterte. Papst Gregor II. beauftragte ihn 719 mit der Mission auf dem Gebiet des späteren Deutschland; seit 721 missionierte Bonifatius in Hessen und Thüringen, wurde 722 Bischof und 732 Erzbischof. Er organisierte seit 738 als päpstlicher Legat die bayerische und mitteldeutsche Kirche. 746 übernahm Bonifatius das Bistum Mainz, nachdem seine Erhebung auf den bischöflichen Stuhl von Köln gescheitert war. 754 zog er nochmals als Missionar nach Friesland, wo er mit zahlreichen Gefährten den Märtyrertod erlitt; seine letzte Ruhestätte fand er in Fulda. - Die von ihm geknüpfte enge Verbindung der fränkischen Kirche an das Papsttum hatte bleibenden Bestand. Fest: 5. 6.

Mamertus,
Bischof von Vienne. Namenstag am 11. Mai.
Mamertus wurde 461 Bischof von Vienne. Nach zahlreichen Feuern und Erdbeben und großen Zerstörungen in seiner Heimatstadt Vienne führte Mamertus 470 die "Drei Bittgänge" vor dem Fest Christi Himmelfahrt ein, welche Prozessionen zur Abwendung von Gefahren und zur Erflehung göttlicher Hilfe waren.
Mamertus gilt als Patron der Ammen, der Hirten und der Feuerwehr sowie gegen Brustkrankheiten, Fieber und Dürre.

Servatius,
Bischof von Tongern. Namenstag am 13. Mai.
Servatius soll der Sohn jüdischer Eltern aus Armenien gewesen sein. Sicher ist, daß er um das Jahr 340 Bischof von Tongern wurde. Ein Engel hat der Legende nach Servatius von Jerusalem nach Tongern geführt, ihm Ring und Stab des verstorbenen Vorgängers auf dem Bischofsstuhl von Maastricht, die auf dem Altar bereitlagen, überreicht und ihn damit selbst zum Bischof geweiht. Zahlreiche Heilungen und Wunder werden ihm zugeschrieben. Hunnen und feindlich gesonnene Einwohner vertrieben ihn, woraufhin er in Rom um Asyl bat. Legenden zufolge soll er mit einem Holzschuh erschlagen worden sein. Andere Quellen berichten, daß Servatius seinen Tod vorausahnte und nach Maastricht ging, weil er dort begraben werden wollte. Tatsächlich ist sein Grab in Maastricht.
Nach dem Vandaleneinfall im Jahr 406, den Servatius vorhergesagt haben soll, nahm sein Kult in ganz Westeuropa großen Aufschwung. Sein Grab war einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte des Mittelalters. Die Servatius-Kirche von Maastricht ist die älteste Kirche der Niederlande.
Servatius ist Stadtpatron von Maastricht, Goslar, Limburg/Lahn, Quedlinburg sowie Patron der Lahmen, der Schlosser und der Tischler. Außerdem gegen Fieber, Fußleiden, Rheumatismus, Todesfurcht, Frostschäden, Mäuse- und Rattenplagen und gegen das Lahmen von Tieren.


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